Guerilla 0

In der Gruppe 0 hatten sich im Frühsommer 2016 zwölf Künstler zusammengefunden. Was sie verbindet: ein Weltempfinden der systemischen Ohnmacht. Deshalb hatten sie sich einer Suche verschrieben: die Suche nach einem Widerstandskörper.

Im Herbst verliess die Gruppe 0 den Denkraum und agierte als Guerilla 0. Sie überprüfte ihren Suchfortschritt mit Guerillaaktionen im Raum Zürich und Medienmitteilungen auf der Plattform tsüri.ch. Breitere Resonanz erlangte die Gruppe 0 mit der Entführung der Rütliwiese. Ihre Aktionen setzten Reize, die Gegebenes hinterfragen. Die bestehende Ordnung ist keine Notwendigkeit, sondern Gewohnheit. Aus dieser Phase geblieben ist eine Telefonnummer: 076 232 44 88. Wenn man da anruft, wird einem was erzählt. Geblieben ist auch die Beschleunigung. Sie kommt in die Gessnerallee.

0-Noise-Planet

Die Gruppe 0 füllt die Gessnerallee mit einem Gleichnis ihrer Suchbewegung. Die Körper darin vollziehen Gesten des Widerstands innerhalb einer starren Ordnung. Körper in Aufreibung: Sie begehren auf, singen, fallen oder halten aus. Dabei werden sie Zeichen, stellen sich aus und begegnen der sterilen Ordnung mit organischem Material. Ihr Widerstand ist Aufladung, ist Komposition, bildet das Inititationsritual für eine Bewegung, die Bestand haben wird. 0 ist eine Suche, die Bewegung, die Ritus wird. Es ist eine Null-Vision, die in der Gessnerallee manifest wird. Eine Modellwelt – kontrolliert von Industrialklängen und Lichtschranken – in der die Gruppe 0 ihren Handlungswillen ausstellt.

Das Ritual wird begleitet durch eine Dokumentation der bisherigen Aktivitäten der Guppe 0 im Stall 6, die davor und danach zugänglich ist.

Weblink: Null.Vision

MIT Tobias Bienz, Benjamin Burger, Felician Hohnloser, David Jegerlehner, Natalina Muggli BÜHNE Thomas Giger KOSTÜME Henriette Herm MUSIK David Jegerlehner CHOREOGRAFIE Sabina Aeschlimann SPRECHER Benjamin von Wyl GUERILLA Ray Herlitz & Benjamin von Wyl OEIL EXTERIEUR Dimitri Stapfer LICHT Robert Meyer PRODUKTION Antje Czudaj LEITUNG Benjamin Burger

Eine Produktion von Extraleben in Koproduktion mit Gessneralle Zürich | Unterstützt durch Stadt Zürich Kultur, Pro Helvetia, Aargauer Kuratorium, Stadt Winterthur