OPEN CALL

Vom 01.–03. März 2019 ver­an­stal­tet Extral­eben in dem koope­ra­ti­ven Spin-Off H0 — Insti­tu­te for Meta­mo­pho­sis an der Gess­ne­ral­lee Zürich zum ers­ten Mal das Other­wi­se Fes­ti­val, ein 3-tägi­ges mul­ti­sen­so­ri­sches Expe­ri­ment. Wir ver­fol­gen damit das Ziel in diver­sen par­ti­zi­pa­ti­ven For­ma­ten das anthro­po­zen­tri­sches Welt­bild in Fra­ge zu stel­len und dar­über eine Hal­tung zu erar­bei­ten, die sich nicht mehr über die Nega­ti­on der gegen­wär­ti­gen Ver­hält­nis­se begrün­det, son­dern das Poten­zi­al zum Wan­del erkennt und ver­äus­sert.

Stei­gen­de Tem­pe­ra­tu­ren und Mee­res­spie­gel, Kli­ma­mi­gra­ti­on, glo­ba­ler beschleu­nig­ter Kapi­ta­lis­mus, Idio­kra­ti­en, Neo­fa­schis­mus, Kon­trol­le und Über­wa­chung, Tech­no­kra­tie, Erlö­sung durch künst­li­che Intel­li­genz, Big Data, Ver­schwö­rungs­theo­ri­en, ein ver­schärf­ter Klas­sen­kampf zwi­schen arm und reich, Nord und Süd — die­se Sze­na­ri­en domi­nie­ren und bestimm­ten den Anthro­po­zän-Dis­kurs und sind bezeich­nend für das «mensch-gemach­te» geo­lo­gi­sche Zeit­al­ter. Umso not­wen­di­ger die Ablö­sung unse­rer der­zei­ti­gen Welt­ord­nung wird, des­to tie­fer schei­nen wir uns dar­in zu vestri­cken, unfä­hig unse­re Rea­li­tät noch mit ande­ren Moti­ven zu erfas­sen, als mit der Kata­stro­phe. Dem set­zen wir ent­ge­gen, dass die Kata­stro­phe bereits pas­siert ist, inso­fern als dass wir einen Point of no Return längst über­schrit­ten haben.

Anstatt den Erhalt zu pro­kla­mie­ren, spe­ku­lie­ren wir auf die trans­for­ma­ti­ve Kraft der Ereig­nis­se. Wir neh­men an, dass die Mensch­heit sich mit trans­for­mie­ren wird. Um die­sen Wan­del zu kul­ti­vie­ren, müs­sen west­li­che Ide­en von Fort­schritt und zen­tra­li­sier­ten all-in-one Lösun­gen abge­löst wer­den von Stra­te­gi­en und Prak­ti­ken situ­ier­ter, sub­jek­ti­ver und par­ti­zi­pa­ti­ver Trans­for­ma­ti­on auf poli­ti­scher, ästhe­ti­scher, all­täg­li­cher Ebe­ne. Die ers­te Edi­ti­on von Other­wi­se will genau dort anset­zen und in diver­sen, das gan­ze Sen­so­ri­um ein­schlies­sen­den, For­ma­ten (Work­shops, Lec­tures, Per­for­man­ces, Aus­flü­ge, Demons­tra­tio­nen … ), Nar­ra­ti­ve, Sym­bio­sen, Metho­den und Ansät­ze explo­rie­ren die ver­meint­li­che Dua­lis­men von Natur/Kultur, Individuum/Gesellschaft, Geologie/Technologie auf­he­ben. Durch Kon­fron­ta­ti­on, Medi­ta­ti­on, Spe­ku­la­ti­on, Expe­ri­men­tie­ren, Simu­lie­ren und Fabu­lie­ren erpro­ben wir über 3 Tage hin­weg wie eine sol­che Meta­mor­pho­se aus­se­hen könn­te.

Hier­zu suchen wir über einen Open Call Bei­trä­ge, der für alle Dis­zi­pli­nen offen ist. Die Ein­rei­chungs­frist ist der 21.12.2018. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Anmel­dung fin­det Ihr hier.

Wir freu­en uns über eine rege Teil­nah­me und ger­ne könnt ihr uns kon­tak­tie­ren bei wei­te­ren Fra­gen: Email

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